
Die RG Niederkassel verfügt über folgendes
Bootsmaterial:
- "Sieg", ein Skiff für Personen bis 65 kg (VEB Yachtwerft
Berlin)
- "Olt Henri", ein Skiff für Personen bis 100 kg (Loewe)
- "Möwe", ein Kunststoff-C-Einer (Schellenbacher)
- "Mösch", ein formverleimter leichter C-Gig-Doppelzweier
(Schellenbacher)
- "Santa Lucia", ein geklinkerter B-Gig-Doppelzweier mit Steuermann
- "Nachtigall", ein formverleimter C-Gig-Dreier (Gehrmann)
- "Theo", ein formverleimter C-Gig-Dreier (Schellenbacher)
- "Lülsdorf", ein C-Gig-Doppelvierer mit Steuermann (Empacher)
- "Taifun", ein C-Gig-Doppelvierer mit Steuermann (Schellenbacher)
- "Hurrican", "Tornado", zwei formverleimte C-Gig-Doppelvierer mit
Steuermann (Gehrmann)

Unser Bootshaus ist eine umgebaute alte Fähre, die unter
Denkmalschutz steht.
Diese Fähre wurde 1929 auf der Mondorfer Schiffswerft
Bröhl
gebaut und auf den Namen "Mondorf" getauft. Sie war zu ihrer Zeit das
modernste Fährschiff am ganzen Rhein und wurde zum Vorbild
für alle Motorkopffähren. Von 1929 bis 1963 wurde sie
zwischen Mondorf und Graurheindorf für den
Pendelfährdienst
eingesetzt. An dieser Stelle gibt es schon seit etwa 1000 Jahren ein
Fährrecht, das von Generation zu Generation vererbt wurde.
Die schon befohlene Sprengung der Fähre kurz vor Kriegsende
konnte
verhindert werden, in dem sie in der Siegmündung durch
Öffnen
der Bodenventile auf Grund gesetzt wurde. Während der
Bundesgartenschau 1980 wurde die Fähre, nun "Heinrich"
genannt,
als Fussgängerfähre zwischen Beuel und dem Bonner
Rheinauenpark genutzt.
1982 kaufte die Rudergesellschaft Niederkassel die Fähre und
rettete sie so vor der eventuellen Verschrottung. Seit 1986 liegt sie
im Mondorfer Hafen und dient, versehen mit einem geschlossenen Aufbau,
zur Unterbringung der Boote und der Clubräume. Da das
ursprüngliche Aussehen erhalten werden konnte (der
ursprüngliche Name wurde auch wieder angebracht), wurde sie
Anfang
1990 wegen ihrer Bedeutung für die örtliche
Fähr-Geschichte wie auch für die Technikgeschichte
unter
Denkmalschutz gestellt.